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Informativ. Anregend. Kritisch.

Satellitenkarte, geschenkter Gaul

01.11.2018

Die kostenlosen Satellitenkarten der EU haben das Thema Teilflächendüngung neu belebt. Seit über 25 Jahren experimentiert man damit, rechnet aus Ertragskarten, Biomasse und Bodenpotential die Düngung, passend zu einem Punkt. Durchgesetzt haben sich diese Applikationskarten bis heute nicht.

Sentinel-Daten sind kostenlos und das historische Wetter gibt es auch umsonst

Eine gefundene Nahrung für Start Ups, denn einem geschenkten Gaul schauen die nicht ins Maul. So kalkuliert man aus einer Melange von vielleicht gefallenem Regen (ein paar hundert Wetterstationen werden auf Deutschland hochgerechnet) und dem Chlorophyl vergangener Jahre, wie die Pflanze auf der Kachel morgen wächst.

So schön, so einfach. Nur kennen erfahrene Landwirte ihre Felder besser. Und wer kennt das Wetter von morgen? Was also tun?

Es hilft, wie so oft, der gesunde Menschenverstand. Natürlich muss man die Digitalisierung nutzen, um seine 40 Ernten besser nach Hause zu fahren. Aber macht es nicht Sinn, sich seine Felder selbst anzusehen und eigenes Wissen mit Boden-, Ertrags- oder Biomassekarten zu Streukarten zu mischen, denen man vertraut? Diese DosiMaps sind mehrjährig verwendbar und anpassbar. Einfach geht dies z.B. mit der Farmface App und einem iPad.

Was wollen uns diese Satellitenkarten sagen?

Fazit: Automatisch generierte Dosierkarten auf Basis von Satellitenfotos überschwemmen den Markt. Erfahrene Landwirte werden sich darauf nicht verlassen. Zu viele Parameter spielen eine Rolle und die Natur hilft sich auch selbst. Eine Lösung ist es, eigene Karten zu erstellen. Das kostet etwas Arbeit, geht heute mit dem iPad aber schnell, auf der Couch und auch im Feld.

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